Über unsere Pläne für das Jahr 2007
In Polen sind wir die kleinste Gesellschaft der Deutschen, die in den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Oppeln (VdG) aufgenommen wurde. So sind auch unsere Arbeitspläne der Möglichkeiten einer so kleinen Gesellschaft angemessen. Die Möglichkeiten sind grundsätzlich von zwei Faktoren abhängig: 1. von den Finanzmitteln, die unsere Gesellschaft aufbringen kann, und 2. von den Fähigkeiten der Vorstandsmitglieder. Beide Faktoren darf ich bei uns als "bescheiden" bezeichnen. Das ist natürlich meine persönliche Ansicht, und sollte jemand einer anderen Meinung sein, werde ich nicht darüber mit ihm streiten.
Gemäß der Satzung soll unsere Arbeit dem Erhalt des Deutschtums bei unseren Mitgliedern dienen. Die Mittel, die uns zur Verfügung stehen, um das Ziel zu erreichen, sind gering. Jedenfalls müssen sie ausreichen, um vor allem unser "Grünberger Monatsblatt" möglichst regelmäßig herauszugeben. Zweitens - um unsere Internetseite stäts zu aktualisieren. Weiter sollten wir überall dort, wo nach einem Deutschkurs gefragt wird, einen solchen Kurs organisieren. Auch dies ist von Zuschüssen, auf die wir allerdings hoffen, abhängig.
Wir hoffen auch, dass wir wieder unsere Kinder nach Dänemark auf einen 2wöchigen Aufenthalt schicken können. Eine mündliche Zusage haben wir bereits bekommen; gleich werden wir mit den formellen Vorbereitungen anfangen.
Im Mai haben wir vor, ein Frühlingsfest in Schönow (mit Besichtigung der Burg in Lagow) zu veranstalten. Für den Juni ist ein eintägiger Ausflug nach Friedland (Frydlant) geplant. Im September, vielleicht Oktober, wollen wir uns bei der Organisation der Grünberger Deutschtage etwas mehr beteiligen, als es im vorigen Jahr möglich war. Anfangs Dezember soll der Heilige Nicolaus mit Geschenken zu unseren Kindern kommen. In der Monatsmitte werden wir wieder nach Lagow zu einem Weinachtstreffen fahren. Und am 31.Dezember wollen wir den Silvesterabend zusammen verbringen.
Natürlich ist für Dezember noch die Internationale Konferenz der deutschen Minderheiten aus den EU-Ländern vorgesehen. Bisher ist es uns aber nicht gelungen, finanzielle Zuwendungen für dieses Projekt zu bekommen. Deswegen wird unsere Hoffnung, dass wir das schaffen, leider immer kleiner.
Vielleicht scheint es jemandem, dass das nicht allzuviel ist. Der sollte es wissen, dass der Vorstand völlig ehrenamtlich arbeitet, und die Freizeit der Vorstandsmitglieder, welche sie der Realisierung der o.g. Zwecke widmen können, sehr begrenzt ist, weil sie ja berufstätig sind.
Aber Träume, oder Wünsche, haben wir auch. Zu den wichtigsten zähle ich unseren Wunsch zu, ein Lokal für unsere Gesellschaft zu bekommen. Seit vielen Jahren klopfen wir vergebens an die Tür der Stadtverwaltung; vielleicht wird dieses Jahr ein Umbruch in der Sache bringen? Dann möchten wir eine echte Musikband bilden. Vielleicht werden wir unsere Räumlichkeiten (auf welche wir hoffen) besser ausstatten können: gerne hätten wir neuzeitliche Ausrüstung zu moderner Vorführung des Deutschunterrichts und ... und ... und ...
Jan Grzegorczyk
Vorsitzender